Leaky Gut Syndrom – der durchlässige Darm

Herzlich willkommen auf leakygutsyndrom.de! Hier bekommen Sie das Basiswissen zum Leaky Gut Syndrom kompakt und verständlich präsentiert. Wer mehr Informationen möchte, findet unten weiterführende Literatur zum Thema.

Was ist das Leaky Gut Syndrom? “Leaky Gut” ist ein Begriff aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie „durchlässiger Darm“. Nährstoffe, Toxine, Stoffwechselprodukte und Bakterien gelangen über die geschädigte Darmschleimhaut direkt in den Organismus und können hier Beschwerden verschiedenster Art hervorrufen.

Leaky Gut Syndrom
Bildnachweis: Andrey_Popov/Shutterstock.com

Hinweis: Diese Seite bietet Informationen zum Leaky Gut Syndrom und ist als erste Anlaufstelle gedacht. Sie kann jedoch keinesfalls einen Arztbesuch ersetzen. Alle Ratschläge, die hier gegeben werden, sollten als unverbindlich angesehen und mit einem Arzt abgesprochen werden, falls Sie ihre Befolgung beabsichtigen. Suchen Sie bei ernsthaften Beschwerden bitte immer einen Arzt auf.

Die Aufgaben des Darms

Der Dünndarm spielt eine wichtige Rolle in der Verdauung; hier werden die lebensnotwendigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralien aufgespalten und resorbiert. So gelangen sie ins Blut und können verwertet werden. Auch ein Großteil der Verdauungssäfte wie Speichel und Galle oder Sekrete aus Magen und Darm nimmt der Dünndarm wieder auf und regeneriert sie, so dass sie wieder zur Verfügung stehen – ein Kreislauf entsteht.

Die nächste Station, der Dickdarm, entzieht diesem Brei Wasser und dickt ihn somit ein. Elektrolyte wie Natrium, Kalium oder Magnesium gelangen über das resorbierte Wasser in die Blutbahn und sorgen für eine optimale Funktion von Herz, Muskeln sowie anderen Organen und Abläufen im menschlichen Körper.

Im Gegensatz zum Dünndarm gibt es im Dickdarm eine Vielzahl von Bakterien. In normaler Anzahl schaden diese aber nicht, sondern bilden die physiologische Darmflora. Zu den bekannten Bakterien zählen Escherichia coli und Enterokokken. Bestandteile der Nahrung, die im Dünndarm nicht verdaut wurden, werden von den Dickdarm-Bakterien abgebaut.

Da viele Erreger von Krankheiten über die Nahrung beziehungsweise den Mund in den Körper gelangen, hat die Evolution an dieser Stelle vorgesorgt, indem im Darm ein Teil des Immunsystems liegt: Die Peyer-Plaques. Dieses lymphatische Gewebe bildet zahlreiche Antikörper, die eingedrungene Bakterien und Viren bekämpft. Es findet sich zum Großteil im Dünndarm, aber auch am Wurmfortsatz, umgangssprachlich auch Blinddarm genannt.

Darm
Bildnachweis: pikcha/Shutterstock.com

Leaky Gut Syndrom durch chronische Entzündungen

Durch wiederholte Antibiotika-Gaben, falsche Ernährung oder auch Infektionskrankheiten kann die Besiedelung der Darmschleimhaut mit Bakterien in ein Ungleichgewicht geraten. Die physiologisch vorkommenden Darmbakterien leben in einem ausgewogenen Gleichgewicht; gerät dies durcheinander, können notwendige Aufgaben nicht richtig erledigt werden. Außerdem verbreiten sich Eindringlinge ungehindert, nehmen gegebenenfalls überhand und führen zu Entzündungen.

Eindringlinge
Bildnachweis: Juan Gaertner/Shutterstock.com

Verlaufen solche Entzündungen chronisch, nimmt die Darmschleimhaut Schaden und wird durchlässig. Auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn, nicht diagnostizierte Nahrungsunverträglichkeiten wie Zöliakie oder Laktoseintoleranz reizen die Schleimhaut und schädigen sie unter Umständen – die Darmschleimhaut wird, vereinfacht gesagt, löchrig.

Unverdaute Nahrungsbestandteile, Toxine und Stoffwechselprodukte gelangen durch die geschädigte Darmschleimhaut in den Blutkreislauf und rufen hier Entzündungen hervor, die mit unterschiedlichsten Krankheitsbildern einhergehen können.

Symptome des Leaky Gut Syndroms

Aufgrund der Problematik im Darm findet man häufig Durchfall, Blähungen und Obstipation. Begleitet wird dies oft von Verwertungsstörungen, die sich durch Gewichtsverlust, Ödeme, Blutungsneigung, Anämie, Krämpfe, Schwäche oder Ausbleiben der Regelblutung äußern können.

Neben diesen Symptomen ruft das Leaky-Gut-Syndrom noch weitere Symptome durch die im Organismus auftretenden Entzündungen hervor, die sich vielfältig äußern können und oft nicht mit dem Darm in Verbindung gebracht werden. Dazu gehören unter anderem Rheuma, Akne, Neurodermitis, Migräne, niedriger Blutdruck, verstopfte Nase, Arthritis, Osteoporose und Asthma.

Symptome
Bildnachweis: absolutimages/Shutterstock.com

Die Therapie des durchlässigen Darms

Die Therapie des Leaky-Gut-Syndroms ist langwierig, dauert bis zu zwei Jahren und verlangt viel Mitarbeit und Motivation vom Patienten.

An erster Stelle steht sicherlich die Darmsanierung. Mittels Heilfasten oder der Colon-Hydrotherapie wird der Darm gereinigt. Im Anschluss daran findet der Aufbau des gestörten Milieus statt. Dies kann aber nur geschehen, wenn der Patient nun auf die Lebensmittel verzichtet, die seine Symptomatik hervorrufen. In vielen Fällen sind dies Weißmehl, Zucker, Fleisch und künstliche Zusatzstoffe der Nahrung. Eine möglichst ballaststoffreiche und natürliche Ernährung hilft dem Darm, sich selbst zu regenerieren.

Kartoffel- oder Sauerkrautsaft mit einer hohen Anzahl rechtsdrehender Milchsäuren sowie probiotische Produkte wie Joghurt unterstützen den Heilungsprozess. Bevorzugen Sie bei der Wahl des Joghurts Naturjoghurt ohne Zusätze – auch hier sind probiotische Kulturen enthalten. Jeder weitere Zusatz wie Farbstoffe oder künstliche Aromen stellt eine erneute Belastung für Ihren Darm dar.

Die zusätzliche Gabe von Vitaminen und Mineralstoffen sollte sinnvoller Weise erst dann erfolgen, wenn der Darm in der Lage ist, diese aufzunehmen. Da der Nutzen von künstlichen Zusatzstoffen nicht nachgewiesen ist und außerdem notwendige sekundäre Pflanzenstoffe nicht enthalten sind, sollten Vitamine und Mineralstoffe in Form von frischen Obst und Gemüse aufgenommen werden. Gerade am Anfang einer Therapie des Leaky-Gut-Syndrom den Darm aber nicht mit zu viel Rohkost überfordern, da diese für einen ungeübten Darm schwerer verdaubar ist und wiederum zu Symptomen wie Blähungen führen kann.

Lebensmittel
Bildnachweis: Stokkete/Shutterstock.com

Ganz ohne Schulmedizin geht es aber je nach Ursache des Leaky-Gut-Syndroms nicht. Sind Pilze vermehrt im Darm vorhanden, hilft ein Antimykotikum. Gerade die chronischen Entzündungen des Darm bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa sollten schulmedizinisch beobachtet werden, da das Risiko von Blutungen und der tumorösen Entartung besteht.

Literatur zum Leaky Gut Syndrom

Werbung

Wenn Sie alles bis zu dieser Stelle gelesen haben, ist das Basiswissen zum Leaky Gut Syndrom vorhanden. Das Thema ist allerdings recht komplex und daher empfiehlt es sich weiterführende Literatur heranzuziehen. Für alle, die sich umfangreich über das Leaky Gut Syndrom informieren möchten, haben wir die, unsere Ansicht nach, besten Ressourcen dafür ausfindig gemacht.

Darm S.O.S. – Ratgeber Leaky Gut

Dipl. Personal Fitness and Health Trainer Mag.rer.nat Julia Tulipan gibt Leaky Gut Betroffenen einen Ratgeber an die Hand, mit dem sie ihren Darm wieder in Ordnung zu bringen können. Mit ihrem Programm werden die Trigger entfernt und die Darmflora aufgebaut. Auch die Zeit nach der Heilung wird hier behandelt, damit Sie dauerhauft gesund bleiben.

Das Darmheilungsbuch: Gesundheit durch Kolon-Sanierung

Die “Gray Methode” ist nun schon seit über 30 Jahren bewährt und bringt oft rasche Hilfe. Der Klassiker von Robert Gray zur erfolgreichen Darmsanierung. Wer das Buch noch nicht kennt, sollte es unbedingt lesen.

Erfolgreiche Umstellung auf Vitalkost-Ernährung

Vitalkost

Dieses Programm zielt auf die komplette Umstellung der Ernährung ab, um nicht nur zu Entschlacken und Entgiften, sondern Körper und Geist in die bestmögliche Verfassung überhaupt zu bringen. Zum Erreichen dieses Ziels wurde ein Stufenplan erstellt, mit dem man in 10 Schritten die optimale Ernöhrungsweise erreicht. Rezepte und Tipps für spezielle Superfoods sind in diesem Programm ebenso enthalten wie Audio- und Videopräsentationen. Sogar eine geführte Meditation, die einen auf die Nahrungsaufnahme einstimmt ist vorhanden. Wer wirklich komplett umstellen möchte und ein neues Leben beginnen, dem sei das Vitalkost Programm ans Herz gelegt. Ein Risiko gibt es nicht, da man 60 Tage sein Geld zurück bekommt, sollte man nicht zufrieden sein.